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NEU Bei Papa gibt es immer Cola
vom 17. Dezember 2016

Anfang Januar 2018 erscheinen die Kolumnen "Bei Papa gibt es immer Cola!" von Katharina Martin im Joanmartin Literaturverlag, Berlin. Der 156 Seiten umfassende Buchband kann bis zum 28.02.2018 zum Subskriptionspreis von 9,90 € bestellt werden per E-Mail an info@joanmartin.de oder info@finanzielle-gewalt.de

Am Dienstag, 16.01.2018, stellt Katharina Martin die Kolumnen zwischen 19:00 und 21:00 Uhr im Rahmen von "Eat & Read" in Berlin vor. Der Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Wer interessiert ist, kann sich per E-Mail anmelden: info@joanmartin.de

24.11.2017: Lesung aus "Bis das Geld euch scheidet" in Chemnitz

Die Lesung von Katharina Martin aus ihrem Buch "Bis das Geld euch scheidet" zum Thema finanzieller Gewalt in Beziehungen findet in der Zentralbibliothek im Tietz statt, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz. 

Ich suche Frauen zur Gründung eines Vereins gegen finanzielle Gewalt.

Nein heißt Nein - auch bei finanzieller Gewalt. Doch was ist das überhaupt: finanzielle Gewalt..?! Als ich vor zehn Jahren den Begriff in dem Buch "Bis das Geld euch scheidet" geprägt habe, war er weitgehend unbekannt. Heute kann man ihn googeln, in Beratungsangeboten für von Gewalt betroffenen Frauen wird er aufgeführt. Allerdings gibt es bis heute keine spezielle Beratungsstelle für Opfer finanzielle Gewalt. Das möchte ich ändern. Denn die Opfer finanzieller Gewalt können die üblichen Beratungsangebote eher nicht wahrnehmen, weil diese an ihren Bedürfnissen vorbeigehen. Hierzu gibt es Forschungsergebnisse, die ich aktuell noch sichte und über die diese Website in Kürze ausführlicher berichten wird.

Finanzielle Gewalt kann in Paar-Beziehungen auftreten. Unterstützt wird sie von struktureller finanzieller Gewalt in Form der Diskriminierung von Frauen im Steuer- und Familienrecht, speziell in Hinblick auf die Berücksichtigung von Familienarbeit sowie Trennung und Scheidung. Dass der Staat von Trennungen und Scheidungen finanziell profitiert, ist ein Skandal, den zu bekämpfen es keine Lobby gibt, bis Trennungseltern sich bewusst werden, dass ihre Interessen sich an dieser Stelle berühren.

Laut einer Forsa-Frage, die im Frühling 2016 von der Zeitschrift Glamour in Auftrag gegeben wurde, sind 87 % der befragten Frauen zwischen 18 und 35 Jahren der Meinung, dass an gerechten Chancen unabhängig vom Geschlecht noch gearbeitet werden muss. Bei den 18 bis 24jährigen stellten sogar 91 % für sich fest, dass Gleichberechtigung noch längst keine Realität ist. Junge Frauen sorgen sich darum im Alter arm und einsam zu sein. Nahezu die Hälfte der Befragten hat Angst davor, dass ihr Geld nicht zum Leben reichen könnte. Auch ihr soziales Gefüge beurteilen viele als zerbrechlich oder fürchten, dass sie ihre Wünsche nach Familie nicht realisieren können. Junge Frauen suchen ihr Glück in Beruf und Familie - oft fühlen sie sich zerrissen.

Als meine Ehe vor 16 Jahren an finanzieller Gewalt zerbrach, hatte ich Glück und bin weich in einem neuen Leben gelandet. Ich habe ich mir damals fest vorgenommen, etwas für betroffene Frauen zu tun, die nicht so viel Glück haben. Mein Ziel ist die Einrichtung eines Beratungsangebots und eine Öffentlichkeitsarbeit, die für das Thema finanzieller Gewalt sensibilisiert und diejenigen unterstützt, die für finanzielle Selbstbestimmung von Frauen unterwegs sind.

 
Interesse am Netzwerk gegen finanzielle Gewalt?